6 Wege, seine individuellen Öko-Sünden auszugleichen (anklicken für weitere Infos):
- Positiv-Beeinflussung
- Finanzierung von Klimaschutz-Projekten
- Energiesparkochtöpfe entwickeln & vermarkten
- „nachhaltiges Ersetzen“
- Aufforstungsfinanzierung
- Biotope am Bau
Am besten ist es, möglichst wenig klimaschädliche Gase z.B. durch die eigene Energienutzung entstehen zu lassen. Da wo einem das noch nicht gelingt, lassen sich aber die eigenen Klima-Sünden zumindest durch bestimmte Maßnahmen ausgleichen. Manche Ausgleichsstrategien kosten Geld, was den Effekt bestimmter Handlungen oft pädagogisch drastisch veranschaulicht, was aber auch nicht Jede(r) in gleichem Maße hat. Andere hängen eher an der investierten Zeit und Kraft und stünden prinzipiell Jeder/Jedem offen. Die meisten von uns könnten es sich vermutlich heute schon problemlos leisten hierüber eine vollständig ausgeglichene Klimabilanz zu haben.
Positiv-Beeinflussung
Der Einspareffekt von einzelnen Beeinflussungsaktionen ist zwar schwer bezifferbar und prognostizierbar, aber ohne ein kritisches Maß an öffentlichem Bewusstsein und moralisch-politischem Druck für die Klimaproblematik werden weder individuelle, noch politische Veränderungen in Gang gesetzt. Dadurch hat das Engagement für eine Positiv-Beeinflussung die Rolle eines „Notwendigen Jokers“!
- Grüne wählen, statt CDU/FDP/AFD..Bei aller politischer Neutralität sind die Prioritäten der politischen Parteien und ihre Lageeinschätung unterschiedlich. Die mit Blick auf die Wohlstandsförderung nachvollziehbare Priorität der Wirtschaftsförderung bei CDU und FDP hat sich bis zum heutigen Tag in vielen Einzel- und Richtungsentscheidungen als Klimafeindlich erwiesen und das komplette Leugnen einer Klimaproblematik durch die AFD spricht ebenfalls Bände. Der klimaschädliche Effekt einer Wahl derartiger Parteien lässt sich vermutlich durch kein lebenslanges Radfahren ausgleichen!
- „Rezo-Youtube-Botschaften“… mit Coolness, Kompetenz, Humor, Anschaulichkeit & Treffsicherheit (z.B.: zu konkreten Klimapolitik-Lösungen / zu individuellen Einspar- & Kompensationsmöglichkeiten) können Videobotschaften auf Youtube schnell eine erstaunliche Öffentlichkeitswirkung entfalten.
- Antiflug-Reiseidee-Webplattform (mit Youtube-Eyecatchern / Webseite für interessensgenaue Ideenfindung, Routenvorschläge, Navigations- und Serviceangebote auf der Basis von Bestoff-Outdoor-Aktivitäts-Infos / Finanzierung durch Cooperation mit ..und Werbung von Vorort-Service-Anbietern). Wenn es gelänge, durch ein derartiges ambitioniertes Geschäftsmodell mit einem klimafreundlich lenkenden und dabei Erlebnis maximierenden Informations- & Serviceangebot Reisende verstärkt zu weniger CO² belastenden „Nicht-Flug“ Urlauben zu bewegen, wäre ein klimafreundlicher Einspareffekt erzielt.
- Klima-Demo und -Blockadeaktionen mitmachen und mitgestalten um den politischen Druck zu erhöhen und die öffentliche Meinung zu beeinflussen (z.B.: „fridays vor future“, oder „extincion rebellion“). Hierbei gilt es, die Öffentliche und damit auch die politische Meinung positiv pro Klimaschutz zu beeinflussen und die Provokation von Abwertung, Widerwillen und Wiederstand gegen die Klimabewegung zu vermeiden. Jenseits von rechtlichen Fragen, wie etwa beim zivilen Ungehorsam, der grundsätzlich historisch betrachtet sehr legitim sein kann, sollte der Stil, das Ausmaß und die Art der Aktionen diese Balance berücksichtigen.
- gezielte Info- & Vernetzungs-Kampagnen für spezifische Ziele. Z.B. könnten Windgas-Anbieter mit Treibstoffanbietern, oder Transport-Unternehmen zusammengebracht werden, um „Nachhaltiges Ersetzen“ von fossiler Energie durch Windgas für Unternehmen und Individuen zur CO²-Kompensation nutzbar zu machen. Ein anderes Beispiel wären Veranschaulichungs-Klima-Kartenspiele, die zu entwickeln und zu vermarkten die spielereische Verbreitung von Umweltwissen fördern könnten.
Finanzierung von Klimaschutz-Projekten
Anbieter, wie z.B. „atmosfair.de“ sammeln und vermarkten Initiativen zum Klimaschutz, bei denen gutachterlich garantiert nach den festgelegten Regeln des Kyoto-Protokolles (internationales Klimaschutzabkommen) eine Reduktion von Klimagasen erreicht wird, die sonst so nicht automatisch entstanden wäre. 1 Tonne CO² kostet hier aktuell 23,-€. Über die Klimabilanz-Rechner bei derartigen Anbietern kann man eigene Verbräuche und CO²-Bilanzen errechnen und durch die finanzielle Unterstützung der angebotenen Projekte die eigenen CO²-Sünden entsprechend ausgleichen. Viele der hier vermarkteten Klima-Projekte finden in der 3. Welt statt, z.B. bei der häuslichen Nutzung von effizienteren Brennöfen an Stelle von Holzfeuern. Insgesamt gibt es aber ein sehr breites und diverses Feld an Projekten.
eigene Einsparprojekte entwickeln & vermarkten
Z.B. Energiesparkochtöpfe entwickeln & vermarkten–Ein weiteres Beispiel für ein mögliches eigenständiges Klimaprojekt wäre die energetische Revolutionierung unserer Kochkultur. Die Entwicklung und Vermarktung von Energiespar-Kochtöpfen mit einer Kombination von Wasserkocher-, Dampfdrucktopf- und Thermoskannen-Technik mit einer modernen Sensor-Elektronik für die exakte Zeitbemessung, hätte das Potential nur noch ein Bruchteil der heute benötigten Kochenergie zu verbrauchen.
nachhaltiges Ersetzen
Überall dort, wo fossile Kraftstoffe für Verkehr, Heizung, oder Elektrizität verwendet werden sollten diese für eine Klima neutrale Dekarbonisierung am besten durch regenerative CO²-neutrale Energiequellen ersetzt werden. Wenn man über seinen eigenen Verbrauch hinaus auch für den klimaneutralen Verbrauch eines Anderen die Mehrkosten trägt, so dass z.B. auch dessen Gasheizung mit 100% regenerativ erzeugtem Ökogas von der Naturstrom-AG läuft, hat man eine zusätzliche CO²-Einsparung, die eigene CO²-Sünden an anderer Stelle selbstkontrolliert, real und im Lande ausgleichen kann.
Aufforstungsfinanzierung
Bäume binden CO², nämlich durchschnittlich 10kg CO²/Jahr & Baum. Die Kosten pro Baumpflanzung variieren von 0,1€ in ärmeren Ländern und 50€ in Deutschland. Dadurch gelten sie vielen als die günstigste und einfachste Art, überschüssiges Klima gefährdendes CO² durch Aufforstung zu kompensieren. Noch läuft der Trend allerdings in die andere Richtung. 46% der ehemaligen global vorhandenen Bäume wurde von der Menschheit bereits abgeholzt, 3.000 Milliarden Bäume sind aktuell auf der Erde noch vorhanden. Zur Zeit verliert die Erde noch rund 15 Milliarden Bäume pro Jahr durch Abholzung {Quelle: www.plant-for-the-planet.org ; www.trilliontreecampaign.org}. Theoretisch wären laut einer Studie der ETH Zürich nach Abzug der Siedlungs- und Landwirtschaftsflächen 0,9 Milliarden Hektar weltweit aufforstbar, was 2/3 der jemals menschengemachten Kohlenstofflast ausgleichen würde und vom IPCC daher als beste Möglichkeit empfohlen wird. Gleichzeitig kämpfen die weltweiten Wälder allerdings mit Klimafolge-Schäden und ein Großteil der potentiellen Aufforstflächen liegt in wenig kooperativen Ländern (z.B. 151 Millionen Hektar in Russland, 103 Millionen Hektar in den USA und 40,2 Millionen in China). Trotzdem ist die Kompensation eigener CO²-Sünden durch die Finanzierung von Aufforst-Projekten zur CO²-Reduktion möglich (z.B. über www.plant-for-the-planet.org) und sinnvoll. Insbesondere wenn das auch noch mit der Etablierung großflächig vernetzter Naturschutzräume zum Artenschutz und einem klimaresilienten Forstumbau einherginge. Im deutschen Wald stehen pro Hektar Wald durchschnittlich 508 Bäume, also bei 177 Mio Hektar Wald in Deutschland 90 Mrd Bäume (Quelle: www.sdw.de … Schutzgemeinschaft deutscher Wald). Bei einer aktuellen Weltbevölkerung von 7,7 Mrd. Menschen (Quelle: countrymeters.info) und den vom IPCC geforderten 0,9 Mrd Hektar Waldpflanzungen würden circa 60 Bäume pro Person gebraucht.
Biotope am Bau
Eine funktionierende Artenvielfalt ist nicht nur schön, sondern auch die Voraussetzung für intakte Ökosysteme und damit auch für unsere Landwirtschaft, sprich unsere Ernährung. Artenfielfalt benötigt vielfältige zum Teil selten gewordene Spezialbiotope. Immobilienbesitzer können insbesondere ihre Norddächer (für die Süddächer wäre die energetische Nutzung vorrangig), aber auch Gartenbereiche, Bäume und Außenwände als Biotope und Nisträume für heimische Tier- und Pflanzenarten gestalten und zwar speziell auch für seltene heimische Pflanzen und Insekten.